Sonderausstellung 2015

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Aliens an der Raab

Sonderausstellung 2015

Aliens an der Raab? Einwanderer und Rückkehrer im südoststeirischen Tierreich

Aliens bei uns? Nein, keine Sorge! Es gibt noch keine Invasion vom Mars. Aber, durch bewusstes wie unbewusstes Aussetzen oder die Folgen der Globalisierung kommen tierische Neubürger (Neozoen) aus der gesamten Welt zu uns: Dazu zählen etwa die Chinesische Teichmuschel, der asiatische Blaubandbärbling, der Signalkrebs und die Regenbogenforelle aus Amerika. Die aus dem subtropischen Südamerika stammende Nutria entkam aus Pelzfarmen oder wurde freigelassen. Auch die Schmuckschildkröte (Cover) siedelte ursprünglich an den Großen Seen und dem Mississippi.

Schutzmaßnahmen, eine Verbesserung der Lebensqualität der Gewässer und der Klimawandel lassen viele bereits fast ausgestorbene „Ureinwohner“ wieder siedeln: Biber oder Fischotter sind nun von neuem in der Südoststeiermark heimisch, der Kormoran ist regelmäßiger Wintergast. Auch wenn die Rückkehr dieser Tiere grundsätzlich erfreulich ist, kommt es aufgrund wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Interessen zu Konflikten.

Welche Auswirkungen haben diese freiwilligen und unfreiwilligen Veränderungen der Tierwelt? Wir machen uns auf eine spannende Spurensuche in einer von Oskar Tiefenbach zusammengestellten Sonderausstellung.

Laufzeit: 4. Juni – 26. Oktober 2015

 

PlakatWanderausstellung 2015

„’Es ist ja verboten gewesen …’ Steirische Familien retten im April 1945 jüdischen Zwangsarbeitern aus Ungarn das Leben“

Europa 1941: NS-Deutschland hält den Großteil Europas besetzt. Die besiegten Länder werden ausgebeutet, die “minderwertigen Rassen” werden versklavt oder getötet, die europäische jüdische Bevölkerung systematisch ausgeraubt und vernichtet. Ungarn waren zwar mit Deutschland verbündet und führte selbst seit geraumer Zeit eine antisemitische Politik durch, weigerte sich aber seine jüdische Bevölkerung in die Vernichtungslager zu schicken. Im Mai 1944 dann die Wende: Die Nazitreuen “Pfeilkreuzler” übernehmen die Macht. 430.000 ungarische Juden werden nach Auschwitz verschleppt und ermordet. 50.000 müssen als Zwangsarbeiter am Bau des “Südostwalls” unter unmenschlichen Bedingungen schuften. Im Frühjahr 1945 werden die noch Lebenden vor der herannahenden Front in Richtung Mauthausen getrieben. Tausende sterben am Weg an Entkräftung, Hunger, Qualen oder bei Massakern.
Doch, nicht alle waren Mörder: einige wenige halfen. Ihre Motive waren unterschiedlich: aus Barmherzigkeit oder aus nüchterner Überlegung heraus. Trotzdem retteten sie alle Menschenleben!
Laufzeit: 10. April – 10. Juli 2015